Vom Boche zum Buddy

Wie überwindet man Hass

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Description du projet

Projekt Beschreibung

Lässt sich Hass zwischen Menschen und Nationen überwinden — und wenn ja, wie? Anna Brass hat sich dieser Frage gestellt, die unsere Gegenwart wie unsere Zukunft betrifft. Das berührende dokumentarische Webprojekt „Vom Boche zum Buddy" lässt uns Faktoren erkunden, die dazu beitragen Frieden zu stiften und zu versöhnen. Grundlage sind 12 Interviews mit ehemaligen französischen Deportierten, die den Prozess des „Hass-Überwindens" durchlaufen haben.

In der Zwischenkriegszeit patriotisch erzogen engagierten sich die Interviewten im Widerstand und erlitten Verhaftung, Deportation und Folter durch die boches. Schließlich wurden sie Zeitzeugen einer politischen Kehrtwende: Aus der deutsch-französischen Erbfeindschaft wurde der deutsch-französische Motor für Europa, für den Frieden.

Die eindringlichen Interviews hat Brass zu einem Webprojekt verarbeitet, das sich vor allem, aber nicht nur an Jugendliche richtet. Im Laufe des Projekts erarbeitet sich der Nutzer seinen eigenen Zugang zum Projektinhalt und erfährt, wie sich Stereotypen und Ressentiments verändern und abbauen lassen.

Personnes

Protagonist:innen

  • Michèle Agniel

    Michèle Agniel

    11.06.1926

    Ich habe irgendwann verstanden: Was den Deutschen passiert ist, hätte auch uns passieren können. Wir müssen also Verantwortung übernehmen und aufpassen, was um uns herum passiert ist.

  • Françoise Robin

    Françoise Robin

    28.02.1923 - 16.05.2020

    Wir wollen, dass eure Generation zwar Bescheid weiß, aber sich frei fühlt. Ihr seid die Zukunft Deutschlands und ihr werdet Europa aufbauen. Man kann sich nur davon befreien, indem man weiß, was passierte.

  • Annette Chalut

    Annette Chalut

    29.04.1924 - 08.11.2021

    Wenn man im Lager war, war es unmöglich nicht zu hassen. Ich glaube übrigens, dass der Hass uns geholfen hat zu überleben.

  • Bernard Gros

    Bernard Gros

    10.10.1926 - 06.05.2016

    Unsere Lehrer brachten uns bei, dass sich in Deutschland alles um Krieg und Militär drehte.

  • Christiane Rème

    Christiane Rème

    23.10.1923 - 01.07.2019

    Ich habe meine ganze Kindheit über Geschichten von den bösen boches gehört. Das war Gehirnwäsche.

  • Jacqueline Fleury

    Jacqueline Fleury

    12.12.1923

    Wenn ich immer noch hassen würde, dann hätte ich nichts aus meiner Geschichte gelernt. Denn wir haben gesehen, wozu der Hass führen kann.

  • Jean Pierre Renouard

    Jean Pierre Renouard

    09.07.1922 - 30.06.2014

    Wenn man nicht aufhört zu hassen, dann ist man nicht frei. Dann ist man immer noch Gefangener im Lager.

  • Jules Fainzang

    Jules Fainzang

    18.05.1922 - 21.12.2015

    Damit es keinen Krieg mehr gibt, muss Europa gebaut werden, muss die deutsche und französische Jugend zusammenarbeiten. Wie also sollte ich sie dann hassen?

  • Marie Antoinette Pappé

    Marie Antoinette Pappé

    18.10.1918 - 28.12.2015

    Während der Zeit im Lager schworen wir uns, ja nie so zu werden, wie diese Nazis, die wir da in Aktion sahen.

  • Marie Zamansky

    Marie Zamansky

    08.05.1920 - 21.02.2020

    Wie konnte das passieren? Ich glaube, dass es all das „Nicht-Gesagte", das Beschönigende war. Man sagte: „die Endlösung". Man sagte nicht „Wir werden töten."

  • Nicole Clarence

    Nicole Clarence

    03.08.1922 - 03.08.2007

    Es kommt darauf an, von welcher Generation man spricht. Die dritte Generation hat eine Aufgabe: dass sich die Geschichte niemals mehr wiederholt. Also begegnen wir ihnen mit sehr viel Nachsicht.

  • Raymond Lévy

    Raymond Lévy

    21.03.1923 - 10.12.2014

    Unser Deportationszug wurde bombardiert. In unserem Wagon herrschte Panik... Aber plötzlich öffnete sich die Schiebetür. Ich sehe drei junge Deutsche, nicht älter als 17 oder 18. Sie werfen einige Schachteln Camembert ins Wageninnere und schließen wieder ab. Dieses Bild ist mir in Erinnerung geblieben, weil ich es sehr tröstlich finde.

  • Renée Lacoude

    Renée Lacoude

    12.04.1917 - 12.2018

    Die Idee von Europa ist doch die Idee einer Gesellschaft mit gleichen Werten. Für diese Werte haben wir teuer bezahlt. Und ihr müssten dem ganzen jetzt den Wert geben, den es hat.

Témoignages

Rezensionen

B2 Kulturwelt

In Zeiten, in denen im und über das Internet Hass verbreitet wird, wählt Brass eben jenes Medium, um ein Zeichen gegen Hass zu setzen.

Merkur.de

Vom Boche zum Buddy — ein filmisches Experiment von Anna Brass, das auf eindrucksvolle Art beweist, dass und wie man dokumentarische Inhalte auch im Internet erzählen kann.

Freisinger Tagblatt

Mit einem oft trocken-sarkastischen Humor stellen sich die Interviewpartner der Frage: Wie überwindet man Hass.

Photos

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  • Startseite

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    mit Sprachauswahl

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    Das gibt es zu endecken

  • Kapitel 1: 1918 - 1940

    Kapitel 1: 1918 - 1940

    Erzogen im Hass

  • Videoclips

    Videoclips

    Zeitzeugen im Interview

  • Historische Einordnung

    Historische Einordnung

    Zu den Kapiteln 1 / 2 / 3

  • Drei interaktive Spiele

    Drei interaktive Spiele

    Finde den Grenzverlauf

  • Kapitel 2: 1940 - 1945

    Kapitel 2: 1940 - 1945

    Hass als persönliche Erfahrung

  • Unterpunkt von Kapitel 2

    Unterpunkt von Kapitel 2

    Erfahrungen aus der Besatzungszeit

  • Kapitel 3

    Kapitel 3

    1940 - Heute

  • Porträtseite

    Porträtseite

    Mit Lebenslauf, Fotos und weiterführender Literatur

Matériel pédagogique

Lehrmaterial

Ein Team von bayerischen Gymnasiallehrkräften entwickelte Vorschläge zum Einsatz in verschiedenen Jahrgangsstufen. Entstanden ist ein „Materialkompass", der mit einer Vorauswahl einiger Videos den Lehrkräften die Unterrichtsvorbereitung noch weiter erleichtert.

Einsatzmöglichkeiten:

  • ab der 9. Klasse im Rahmen der Verfassungsviertelstunde
  • im 4. Lernjahr Französisch als Ergänzung der Lehrbuchkapitel von Klett oder Cornelsen zu den Relations franco-allemandes
  • 9. Klasse Geschichtsunterricht: Quellenarbeit zum Thema Nationalsozialismus und Zweiter Weltkrieg (u.a. „Widerstand" / „Verschleppung von Zwangsarbeitern")
  • Im Geschichtsunterricht der Oberstufe: quellenkritische Auseinandersetzung mit Zeitzeug*innen, (Fokus auf individuelle und kollektive Erinnerungsprozesse, nationale Erinnerungskulturen)
  • Interviews als Grundlage für eine Seminararbeit mit geschichts- oder kulturwissenschaftlicher Fragestellung

Zudem können Schulen auch gerne die Macherin Anna Brass (a.brass@hff-muc.de) als Gastdozentin einladen, um die Webseite vorzustellen und Fragen rund um das Projekt zu beantworten. Länge sowie thematische Schwerpunkte der Präsentation lassen sich individuell an den Unterricht anpassen.

Herausgeber*innen:

Prof. Dr. Marina Ortrud Hertrampf / Franz Fischer / Sabine Aufdermauer / Michaela Bodensteiner
Übersetzung: Colette Cluzel-Klaus

Download:

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Materialkompass

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