Trailer
Projekt Beschreibung
Lässt sich Hass zwischen Menschen und Nationen überwinden - und wenn ja, wie? Anna Brass hat sich dieser Frage gestellt, die unsere Gegenwart wie unsere Zukunft betrifft. Das berührende dokumentarische Webprojekt „Vom Boche zum Buddy“ lässt uns Faktoren erkunden, die dazu beitragen Frieden zu stiften und zu versöhnen. Grundlage sind 12 Interviews mit ehemaligen französischen Deportierten, die den Prozess des „Hass-Überwindens“ durchlaufen haben.
In der Zwischenkriegszeit patriotisch erzogen engagierten sich die Interviewten im Widerstand und erlitten Verhaftung, Deportation und Folter durch die boches. Schließlich wurden sie Zeitzeugen einer politischen Kehrtwende: Aus der deutsch-französischen Erbfeindschaft wurde der deutsch-französische Motor für Europa, für den Frieden.
Die eindringlichen Interviews hat Brass zu einem Webprojekt verarbeitet, das sich vor allem, aber nicht nur an Jugendliche richtet. Im Laufe des Projekts erarbeitet sich der Nutzer seinen eigenen Zugang zum Projektinhalt und erfährt, wie sich Stereotypen und Ressentiments verändern und abbauen lassen.
Protagonist:innen
Rezensionen

B2 Kulturwelt
In Zeiten, in denen im und über das Internet Hass verbreitet wird, wählt Brass eben jenes Medium, um ein Zeichen gegen Hass zu setzen.

Merkur.de
Vom Boche zum Buddy - ein filmisches Experiment von Anna Brass, das auf eindrucksvolle Art beweist, dass und wie man dokumentarische Inhalte auch im Internet erzählen kann.

Freisinger Tagblatt
Mit einem oft trocken-sarkastischen Humor stellen sich die Interviewpartner der Frage: Wie überwindet man Hass.
Fotos
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mit Sprachauswahl

Menü
Das gibt es zu endecken

Kapitel 1: 1918 - 1940
Erzogen im Hass

Videoclips
Zeitzeugen im Interview

Historische Einordnung
Zu den Kapiteln 1 / 2 / 3

Drei interaktive Spiele
Finde den Grenzverlauf

Kapitel 2: 1940 - 1945
Hass als persönliche Erfahrung

Unterpunkt von Kapitel 2
Erfahrungen aus der Besatzungszeit

Kapitel 3
1940 - Heute

Porträtseite
Mit Lebenslauf, Fotos und weiterführender Literatur
Lehrmaterial
Ein Team von bayerischen Gymnasiallehrkräften entwickelte Vorschläge zum Einsatz in verschiedenen Jahrgangsstufen. Entstanden ist ein „Materialkompass“, der mit einer Vorauswahl einiger Videos den Lehrkräften die Unterrichtsvorbereitung noch weiter erleichtert.
Einsatzmöglichkeiten:
- ab der 9. Klasse im Rahmen der Verfassungsviertelstunde
- im 4. Lernjahr Französisch als Ergänzung der Lehrbuchkapitel von Klett oder Cornelsen zu den Relations franco-allemandes
- 9. Klasse Geschichtsunterricht: Quellenarbeit zum Thema Nationalsozialismus und Zweiter Weltkrieg (u.a. „Widerstand“ / „Verschleppung von Zwangsarbeitern“)
- Im Geschichtsunterricht der Oberstufe: quellenkritische Auseinandersetzung mit Zeitzeug*innen, (Fokus auf individuelle und kollektive Erinnerungsprozesse, nationale Erinnerungskulturen)
- Interviews als Grundlage für eine Seminararbeit mit geschichts- oder kulturwissenschaftlicher Fragestellung
Zudem können Schulen auch gerne die Macherin Anna Brass (a.brass@hff-muc.de) als Gastdozentin einladen, um die Webseite vorzustellen und Fragen rund um das Projekt zu beantworten. Länge sowie thematische Schwerpunkte der Präsentation lassen sich individuell an den Unterricht anpassen.
Herausgeber*innen:
Prof. Dr. Marina Ortrud Hertrampf / Franz Fischer / Sabine Aufdermauer / Michaela Bodensteiner Übersetzung: Colette Cluzel-Klaus
Download:
Laden Sie den „Materialkompass“ als PDF herunter. Materialkompass